| Nicht nur Literaten saßen im Kaffee
Central, auch der Wiener Bürgermeister Karl Lueger, sowie ein
junger sowjetischer Emigrant namens Laib Bronstein, besser bekannt
unter dem Namen Trotzky. Ein hoher Beamter des Österreichischen
Außenministeriums zur Zeitungsmeldung über die Russische
Revolution: Wer soll den in Rußland Revolution machen,
vielleich gar der Trotzky aus dem Central?
Alfred Polgar schrieb über sein Stammkaffee, das Kaffee
Central: Das Central ist ein Ort für Menschen, die die Zeit
totschlagen müssen, um nicht von ihr totgeschlagen zu werden.
Nach dem Tod von Peter Altenberg verlor das Central seine
Bedeutung als Literatenkaffee. Man übersiedelte in das neugegründete
Kaffee Herrenhof. Nur die Mumien halten dem Alten Haus die
Treue! schrieb Anton Kuh.
Fünf Herren kommen in ein Wiener Kaffeehaus und machen dort
ihre Bestellungen: Jeder will etwas anderes, etwas Besonderes,
eine Extrawurst, wie man in Wien sagt.
Eine Schale Gold!
Eine Teeschale braun mit Haut!
Eine Melange!
Einen Kapuziner!
Eine Melange mehr braun mit kalter Milch!
Der Kellner geht in die Kaffeeküche und sagt: 5 Kaffee
bitte!
Talleyrand sagte: Der Kaffee muß heiß sein wie die Hölle,
schwarz wie der Teufel, rein wie ein Engel, und süß wie die
Liebe. |